Die Deponie Eberswalde Ostend wurde 2009 geschlossen. Nach dem Abklingen der Hauptsetzungen erfolgte im Zeitraum 2013 bis 2019 die Errichtung des endgültigen Oberflächensystems auf der kompletten Deponiefläche. Neben dem natürlichen Rückgang hat auch diese Maßnahme zur Reduzierung des Methangehaltes beigetragen, da in die Deponie jetzt keine Feuchtigkeit mehr eindringt.

Der Landkreis Barnim als Inhaber und Betreiber sowie die Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH als Betriebsführender der stillgelegten Siedlungsabfalldeponie Eberswalde Ostend, beabsichtigen im Jahr 2020/21 den Ersatzneubau einer schwachgasfähigen Verbrennungsanlage (Schwachgasfackel) zur schadlosen Beseitigung des anstehenden Deponiegases.

Die seit 2003 vorhandene Hochtemperaturfackel ist nicht für einen Betrieb mit Methanwerten < 40 Vol.-% geeignet.  Eine Erneuerung der Verbrennungstechnik ist daher zwingend erforderlich um die vorgeschriebenen Grenzwerte und Betriebsbedingungen der TA Luft einhalten zu können und die schadlose Entsorgung des anstehenden Deponiegases langfristig zu gewährleisten.

Für diese Maßnahme erhielt der Landkreis Barnim mit Bescheid vom 01. März 2021 Fördermittel gemäß der Richtlinie des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft vom 26.04.2017 zur Förderung von Maßnahmen zur Reduzierung von CO2 und anderen Treibhausgasen auf Deponien. 

Gefördert wird der Ersatzneubau einer schwachgasfähigen Deponiegasverbrennungsanlage sowie die Anpassung und Ertüchtigung der Gasverdichterstation auf die aktuellen und zukünftigen Betriebsbedingungen, um die sichere Entsorgung des gebildeten Deponiegases bis zum Ende der aktiven Entgasung sicherzustellen.

Auftragserteilung: 16.03.2021

Fertigstellung: bis 12.2021

Erneuerbar BDG Barnim