Deponie Ostend

Land gibt zwei Millionen Euro für Deponie Ostend

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Kreiswerke-Chef Christian Mehnert (v.l.), Minister Jörg Vogelsänger und Amtsleiter Joachim Hoffmann vor der Deponie Ostend. Foto: Kreiswerke Barnim

Gelände wird gesichert und rekultiviert

Der Landkreis Barnim erhält vom Land Brandenburg insgesamt 1,9 Millionen Euro für die Sicherung und Rekultivierung der Deponie Ostend in Eberswalde. Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger übergab den entsprechenden Zuwendungsbescheid nun an das Barnimer Bodenschutzamt.

„Leider gibt es Hinterlassenschaften, um die wir uns kümmern müssen. Wie das hier in Eberswalde getan wird, ist vorbildlich“, sagte Jörg Vogelsänger bei der Übergabe des Fördermittelbescheides.

Joachim Hoffmann, Leiter des Barnimer Bodenschutzamtes, freute sich über die zusätzliche Mittel. „Wir haben bereits 2013 mit der Sanierung der Deponie begonnen und sind dabei ein ganzes Stück voran gekommen“, sagte er. „Mit den Fördermitteln werden insbesondere das Gaserfassungssystem sowie die Errichtung der dafür erforderlichen Oberflächenabdichtung auf der Deponie finanziert.“ Mit der Abdichtung des letzten Bauabschnitts wird das Deponiegas nun in Gänze gefasst und gezielt zur Energiegewinnung genutzt. Damit wird ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Auf der Deponie Eberswalde Ostend wurden bereits seit den 50er Jahren Siedlungsabfälle abgelagert. Seit 2009 ist sie geschlossen.

Die Förderung wird anteilig aus Mitteln der Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. In der aktuellen Programmperiode stehen Brandenburg 20 Millionen Euro aus dem EFRE-Fonds zur Förderung von Maßnahmen zur Reduzierung von CO2 und anderen Treibhausgasen auf Deponien zur Verfügung. Im Rahmen dieses Förderschwerpunkts können sowohl Oberflächenabdichtungssysteme und innovative Anlagen zur Erfassung und Entsorgung der sich verringernden Deponiegasmengen – sogenannte Schwachgastechnik – als auch die Vorbereitung von Deponieoberflächen zur Installation von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien (zum Beispiel Photovoltaik- oder Windkraftanlagen) gefördert werden.

Wissenswertes zur Deponie Ostend

  • Die Deponie wurde auf einer Fläche von ca. 18 ha zwischen 1955 und 2009 zur Ablagerung von Abfällen genutzt.
  • In der Zeit wurden ca. 4 Mio. m³ Abfall wurden entsorgt.
  • Der Berg, der dadurch entstanden ist, ist ca. 71 m hoch und damit die höchste Erhebung in Eberswalde.
  • Seit Februar 2013 läuft die Sicherung und Rekultivierung der Eberswalder Deponie. Die Sicherung erfolgt in insgesamt vier Bauabschnitten. Drei sind bereits abgeschlossen. Der vierte Bauabschnitt hat mit der Materialanlieferung für die obere Tragschicht im Februar 2018 begonnen und wird voraussichtlich im Juni 2019 abgeschlossen. Die Sicherung wird anteilig aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.
  • Der vierte und letzte Bauabschnitt beinhaltet die Abdichtung der letzten ca. 7,75 ha inklusive Oberflächenwasserfassung und –ableitung, den Bau von Deponiewegen, die Einbindung und Instandsetzung der Deponiegaserfassung (auf diesem Abschnitt sind es 24 Gasbrunnen, insgesamt sind 52 Gasbrunnen verbaut) und die Begrünung von 6,5 ha.
  •  Bis 2019 werden 18 ha Deponiekörper gesichert sein. Die Gesamtkosten der Sicherung werden sich auf ca. 20 Mio. EUR belaufen.
  • Mindestens 30 Jahre lang ist der Landkreis Barnim nach Abschluss des letzten Bauabschnittes noch für die Nachsorge der Deponie zuständig.

Erneuerbar BDG Barnim