Gebühren für saisonale Erholungsgrundstücke

Für saisonale Gewerbegrundstücke erfolgt die Entsorgung ein halbes Jahr. Die erste Entsorgung erfolgt am ersten regulären Termin im April, die letzte Entsorgung am ersten regulären Termin im Oktober. Die Gebühren, Pauschal- und Leistungsgebühr, werden für den Nutzungszeitraum vom 01. April bis 30. September erhoben. Die Gebühren entnehmen Sie der Tabelle unter dem Punkt "Gebühren für ganzjährige Gewerbegrundstücke", diese müssen jedoch nur für 6 Monate gezahlt werden.

Dadurch haben Sie Anspruch auf eine Sperrmüll-Entsorgung mittels Sperrmüllkarte mit max. 2 m³.
Der Sperrmüll muss von Ihnen zu den Recyclinghöfen des Landkreises gebracht werden.

Schadstoffe können Sie beim Schadstoffmobil oder auf den Recyclinghöfen in Eberswalde und Bernau abgeben.

Gebühren für Wohngrundstücke

Es wird eine Pauschalgebühr und eine Leistungsgebühr erhoben. Die Höhe der Pauschalgebühr richtet sich nach der Anzahl der Personen. Die Höhe der Leistungsgebühr richtet sich nach der Anzahl und dem Leerungszyklus der Abfallbehälter.

Pauschalgebühr Die Pauschalgebühr beträgt 3,80 € pro Person und Monat. Als Person rechnet man alle auf dem Grundstück wohnenden Personen.

Die Pauschalgebühr dient der Deckung der folgenden anteiligen Kosten:

  • das Vorhalten des Entsorgungssystems
  • das Einsammeln, Transportieren und Entsorgen von Sperrmüll (max. 5 m³ je Haushalt und Jahr)
  • die Entsorgung von Sonderabfallkleinmengen aus Haushaltungen mittels Schadstoffmobil und Schadstoffannahmestelle
  • das Einsammeln, Transportieren und Verwerten von Altpapier (PPK) außerhalb von flächendeckenden Rücknahmesystemen nach § 6 (3) Verpackungsverordnung
  • Verwaltungsaufwendungen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Abfallberatung
  • den Betrieb, die Ertüchtigung und die Nachsorge der Abfallentsorgungsanlagen
  • die Entsorgung illegal abgelagerter Abfälle gemäß § 9 Abs. (2) BbgAbfBodG

Leistungsgebühr Die Höhe der Leistungsgebühr richtet sich nach der Anzahl und Größe der Abfallbehälter und deren Leerungszyklus. In Tabelle 1 sind die monatlichen Leistungsgebühren aufgeführt, diese Leistungsgebühr ist für alle Nutzungsarten einheitlich.

Tabelle 1: Gebühren für Wohngrundstücke

Abfallbehälter Entsorgungsrhythmus Leistungsgebühr pro Behälter
MGB 60 21-täglich 0,85 € / Monat
MGB 80 21-täglich 1,10 € / Monat
MGB 120 21-täglich 1,65 € / Monat
MGB 240 21-täglich 3,25 € / Monat
MGB 1.100 14-täglich 22,25 € / Monat
MGB 1.100 7-täglich 44,50 € / Monat
MGB 1.100 2 x pro Woche 89,00 € / Monat

 

Reichen die aufgestellten Abfallbehälter nicht aus, dann können Sie - mit einer Frist von 21 Tagen - zusätzliche Behälter bestellen oder den Leerungszyklus ändern. Für den Wechsel Ihrer Abfallbehälter werden 16,90 € pro Behälter berechnet. Für die Anmeldung oder Abmeldung (Abholung aller Abfallbehälter) entfällt diese Gebühr. Für die Änderung des Leerungszyklus für MGB 1.100 werden 6,40 € pro Behälter berechnet.

Änderungsmeldungen

Sämtliche Änderungen (Personenzahl, Behälterart, -anzahl, -größe, Nutzungsart, Eigentümerwechsel) müssen vom Gebührenpflichtigen innerhalb von 21 Tagen schriftlich mitgeteilt werden. Unterlassene und verspätete Änderungsmeldungen entbinden nicht von der Gebührenpflicht. Bei Änderungen von Personenzahlen sollten Sie Ihren Abfallbehälterbedarf überprüfen. Auf unseren Seiten finden Sie auch Formulare für die Änderungsmeldung.

Service-Gebühr

Für das Abholen der Abfallbehälter (MGB 60 bis 240) vom Standplatz zum Sammelfahrzeug und zurück kann der kostenpflichtige Service (Gebühren-Service) beantragt werden. Näheres zu diesem Service finden Sie in unserer Rubrik Bereitstellung und Service.

Gebühren für ganzjährige Gewerbegrundstücke

Anschluss- und Gebührenpflichtiger ist der Grundstückseigentümer bzw. der Mieter, Pächter oder sonstige Nutzer, sofern er dies beantragt. Für unterschiedliche Nutzungsarten (Gewerbegrundstück und gleichzeitig Wohngrundstück) sind für jede Art gesonderte Abfallbehälter vorzuhalten.

Die Abfallgebühren für Gewerbegrundstücke und sonstige Einrichtungen (Verwaltungen, Vereine, Heime, Schulen u. ä.) setzen sich aus einer Pauschalgebühr und einer Leistungsgebühr zusammen.

Für Gewerbegrundstücke wird die Pauschalgebühr nach den vorgehaltenen Behältern berechnet. Die Leistungsgebühr wird nach der Anzahl und Größe der Abfallbehälter sowie bei MGB 1.100 nach deren Leerungszyklus berechnet. Bei der Nutzung von MGB 1.100 ist eine Kombination mit anderen Behälterarten oder unterschiedlichen Entsorgungszyklen nicht möglich. Gewerbegrundstücke haben bis 31. Dezember 2021 je wirtschaftlicher Einheit und Woche ein Behältervolumen von mindestens 6,5 Litern, bezogen auf den Leerungszyklus, vorzuhalten.

Tabelle: Gebühren für Gewerbegrundstücke

Abfallbehälter Leistungsgebühr in € Pauschalgebühr in €  Gesamtgebühr in € Gesamtgebühr saisonal in €
MGB 60 0,85 3,45 / Monat 51,60 / Jahr 25,80 / Jahr
MGB 80 1,10 4,60 / Monat 68,40 / Jahr 34,20 / Jahr
MGB 120 1,65 6,90 / Monat 120,60 / Jahr 51,30 / Jahr
MGB 240 3,25 13,75 / Monat 204,00 / Jahr 102,00 / Jahr
MGB 1.100 (wöchentlich) 44,50 188,80 / Monat 2.799,60 / Jahr 1.399,80 / Jahr
MGB 1.100 (2wöchentlich) 89,00 377,60 / Monat 5.599,20 / Jahr 2.799,60 / Jahr
MGB 1.100 (14-täglich) 22,25 94,40 / Monat 1.399,80 / Jahr 699,50 / Jahr

Pro Jahr können Sie einmalig bis zu 2,0 m³ Sperrmüll an den Recyclinghöfen mit der Bescheinigung für Gewerbegrundstücke abgeben.

Gebühren für ganzjährige Erholungsgrundstücke

Bei ganzjährig genutzten Erholungsgrundstücken ist in der Regel der Mieter oder Pächter Gebührenpflichtiger. 

Die Abfallgebühren für die Entsorgung von Hausmüll setzen sich aus einer Pauschalgebühr und einer Leistungsgebühr zusammen. Bei ganzjährig genutzten Erholungsgrundstücken wird die Pauschalgebühr nach den vorgehaltenen Behältern berechnet. Die Leistungsgebühr wird nach der Anzahl und Größe der Abfallbehälter sowie bei MGB 1.100 Liter nach deren Leerungszyklus berechnet.

Die Pauschalgebühr umfasst unter anderem folgende Leistungen:

  • das Vorhalten des Entsorgungssystems
  • die Entsorgung von Sperrmüll
  • die Entsorgung von Sonderabfallkleinmengen mittels Schadstoffmobil und Schadstoffannahmestelle
  • das Einsammeln, Transportieren und Verwerten von Altpapier (PPK) außerhalb von flächendeckenden Rücknahmesystemen nach § 6 (3) Verpackungsverordnung
  • Verwaltungsaufwendungen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Abfallberatung
  • den Betrieb, die Ertüchtigung und die Nachsorge der Abfallentsorgungsanlagen
  • die Entsorgung illegal abgelagerter Abfälle gemäß § 9 Abs. (2) BbgAbfBodG

Die Leistungsgebühr wird in Abhängigkeit von Behältergröße, -anzahl und Leerungszyklus erhoben.

Gebühren für ganzjährige und saisonale Erholungsgrundstücke:

Abfallbehälter Entsorgungs-rhythmus Pauschalgebühr für Erholungsgrundstücke Leistungsgebühr pro Behälter
MGB 60 21-täglich 3,55 € / Monat 0,85 € / Monat
MGB 80 21-täglich 4,70 € / Monat 1,10 € / Monat
MGB 120 21-täglich 7,05 € / Monat 1,65 € / Monat
MGB 240 21-täglich 14,05 € / Monat 3,25 € / Monat
MGB 1.100 14-täglich 96,60 € / Monat 22,25 € / Monat
MGB 1.100 7-täglich 193,15 € / Monat 44,50 € / Monat

Gebühren für saisonale Erholungsgrundstücke

Für saisonale Erholungsgrundstücke erfolgt die Entsorgung ein halbes Jahr. Die erste Entsorgung erfolgt am ersten regulären Termin im April, die letzte Entsorgung am ersten regulären Termin im Oktober. Die Gebühren, Pauschal- und Leistungsgebühr, werden für den Nutzungszeitraum vom 01. April bis 30. September erhoben. Die Gebühren entnehmen Sie der Tabelle unter dem Punkt "Gebühren für ganzjährige Erholungsgrundstücke", diese müssen jedoch nur für 6 Monate gezahlt werden.

Dadurch haben Sie Anspruch auf eine Sperrmüll-Entsorgung mittels Sperrmüllkarte mit max. 2 m³.
Der Sperrmüll muss von Ihnen zu den Recyclinghöfen des Landkreises gebracht werden.

Schadstoffe können Sie beim Schadstoffmobil oder auf den Recyclinghöfen in Eberswalde und Bernau abgeben.

Berechnung der notwendigen Behältergröße für Gewerbetreibende über Einwohnergleichwerte

Mit Beginn des Jahres 2022 beabsichtigt der Landkreis Barnim Einwohnergleichwerte für Gewerbebetriebe und andere Herkunftsbereiche als private Haushaltungen sowie für Kleingartenanlagen einzuführen. Den Auftrag aus der Politik holte er sich dazu schon mit der Einführung der seit dem 01.01.2020 gültigen Abfallsatzungen. Die Rechtssicherheit wurde durch das zuständige Landesamt für Umwelt bestätigt.

Mit der jetzt angestrebten Einführung der Einwohnergleichwerte wird der gültigen Rechtslage entsprochen. Entsprechend dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (§ 17 KrWG) ist der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger für die Entsorgung von Hausmüll und hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen zuständig. Es besteht eine Überlassungspflicht. Zum anderen ist die seit 2017 gültige Gewerbeabfallverordnung Rechtsgrundlage. Sie regelt den Umgang mit Abfällen aus Gewerbebetrieben. Dazu gehören eben auch hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, d. h. Abfälle, die in Beschaffenheit und Zusammensetzung zwar den normalen Haushaltsabfällen ähneln, aber im gewerblichen Bereich entstehen. Diese fallen in jedem Gewerbebetrieb bzw. Bürogebäude an.

Die aktuellen Satzungen verlangen von Gewerbebetrieben derzeit den Anschluss an die öffentlich-rechtliche Abfallentsorgung mit einem 60-Liter-Behälter. Das gilt für kleine Betriebe mit 1 bis 3 MitarbeiterInnen ebenso wie für große Hotels mit 100 Betten oder große Industriebtriebe. Um eine gerechtere Bedarfsanpassung des erforderlichen Behältervolumens für die Restabfälle zu ermitteln, bedient sich der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger des Berechnungsmodells Einwohnergleichwerte.

Dabei werden Gewerbe und andere Herkunftsbereiche als private Haushaltungen in verschiedene Branchen eingeteilt, da je nach Art eines Gewerbebetriebes unterschiedliche Restabfallmengen anfallen. Das bedeutet, dass abhängig von der Art des Gewerbes und der Zahl der Beschäftigten ein höheres oder geringeres Restabfallbehältervolumen vorzuhalten ist. Aus den ermittelten Einwohnergleichwerten ergeben sich die Anzahl und Größe der Restabfallbehälter.

Wie der Name schon sagt, wird über einen Faktor Einwohnergleichwert (EWG) ermittelt, wieviel Restabfallvolumen ein Mitarbeiter im Vergleich zu einem 1-Personenhaus benötigt. Der EWG von 1,0 bedeutet demnach, dass ein Beschäftigter einem Bürger gleichgesetzt wird. Je nach Branche kann dieser Wert höher oder niedriger ausfallen. Insbesondere wurde hier darauf geachtet, wieviel Zeit vor Ort verbracht wird und wieviel Besucherverkehr entsteht. So fällt in einer Gaststätte mit täglich vielen Besuchern mehr hausmüllähnlicher Gewerbeabfall an als z. B. in einem Handwerksbetrieb ohne Bürgerverkehr und teilweiser Arbeit außerhalb der Betriebsstätte.

Beispiele:

  • einfacher Einzelhandel: EWG 1,0 x 2 Beschäftigte x 7,5 Liter x 3 Wochen = 45 Liter (entspricht einer 60-Liter-Tonne mit 21-täglicher Entleerung)
  • Hotel, Pensionen: EWG 0,75 x 12 Betten x 7,5 Liter x 3 Wochen = 203 Liter (entspricht einer 240-Liter-Tonne mit 21-täglicher Entleerung)

Die Unterteilung der Abfallgebühren nach Pauschalgebühr und Leistungsgebühr bleibt bestehen. Die Pauschalgebühr berechnet sich dann jedoch nicht mehr über die Behältergröße, sondern wird über den Einwohnergleichwert ermittelt. Die Leistungsgebühr orientiert sich weiterhin an der Größe des Behälters.

Die in der gegenwärtig gültigen Abfallgebührensatzung dargestellten Einwohnergleichwerte werden gegenwärtig mit den Mitgliedern des Umweltausschusses in einer Arbeitsgruppe diskutiert und anschließend dem politischen Raum zur Abstimmung übergeben. Die dann festgelegten Werte ab 2022 werden im Laufe des nächsten Kalkulationszeitraumes evaluiert und gegebenenfalls angepasst.

Erneuerbar BDG Barnim